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Holocaust

Der systematische Völkermord
der Nationalsozialisten zog
6 Mio. tote Juden nach sich.
„Vernichtung lebensunwerten Lebens“

Getthos Vernichtungslager KZ-Bilder Länder Ideologie

Getthoisierung

Die Getthos der Juden

Das Verfrachten von Juden in Ghettos wurde schon 1938 in Betracht gezogen, aber nie in wirklichen Ghettos umgesetzt, sondern nur in einzelnen Häusern. Nach Kriegsbeginn musste die deutsche Regierung der Deportation nicht mehr beisteuern, da die Kommunen begannen, von sich aus Juden in verschiedene isolierte Wohnbereiche zu verbannen. Polnische Juden wurden wie die restlichen Inhaftierten in Konzentrationslager und Nebenlager eingebuchtet. Die Grundidee war die Separation und der Ausschluss der Juden. Gauleiter im Wartheland begannen, auf eigene Faust, ein Konzentrationslager zu planen, welches sie ‘Reichsghetto’ nannten. Die Stadtverwaltung von Łódź begann dies dann umzusetzen, das Ghetto hieß Litzmannstadt. Das Ghetto Litzmannstadt bestand bis 1944. Vom Dezember 1939 bis April 1940 wurden schon 157'000 Juden zum Umzug in dieses Ghetto gezwungen. Das Ghetto wurde ummauert und es wurden Wachposten stationiert. Wer zu entkommen versuchte, wurde erschossen. Zudem wurde im Herbst 1940 ein Gebiet in Warschau, welches als ‘Seuchensperrgebiet’ abgesteckt wurde, kurzerhand systematisch abgeriegelt und zum Warschauer Ghetto gemacht. Ab Mai 1941 gab es im Warschauer Ghetto etwa 500'000 polnische Juden. Aufgrund von schlechten Bedingungen wie Kälte, starben schon im Winter 1940 auf 1941 mehrere Menschen, darunter vor allem Kinder und Alte. Die häufigsten Todesursachen waren Hunger, Kälte und unbehandelte Krankheiten, sowie Erschöpfung gegen die es im abgekapselten Ghetto keinen Schutz gab. Das Ghetto war aufs Massensterben ausgelegt, somit waren die offiziellen Essensrationen sehr niedrig. Hinzu kamen noch die übereifrige NS-Wachmannschaft, die gerne mal einen Juden töteten, dadurch starben etwa 100'000 Juden in Warschau und 25'000 in Łódź bis im Herbst 1942. Wer körperlich nicht fit war und nicht über Beziehungen außerhalb der Mauer verfügte, hatte geringe bis gar keine Überlebenschancen. Ab dem Frühjahr 1941 begann die Stadtverwaltung Warschaus mit der Umräumung und Vorbereitung auf den Abtransport der Juden in neu eroberte Gebiete der Sowjet Union, zu diesem Zweck wurden neue, nicht ummauerte Ghettos erschaffen. In diesen Ghettos herrschten meist Ausgangssperren. Die Ghettos gelten als perfekte Vorbereitung für Transporte zur Ermordung der Juden. Wie auch Juden hat die deutsche Regierung Sinti und Roma verfolgt und anschließend in Ghettos deportiert.

Die Anzahl der Bewohner der grössten Getthos in Tausend:

450
Budapest
200
Warschauer Ghetto
120
Ghetto Litzmannstadt
115
Ghetto Lemberg

Vernichtungslager

Fabriken des systematischen Massenmordes

Auschwitz-Birkenau

Auschwitz-Birkenau, das Konzentrationslager mit den höchsten Opferzahlen. In Auschwitz alleine wurden zwischen 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen getötet, größtenteils Juden, Sinti und Roma. Auschwitz wurde auf Geheiß von Reichsführer Heinrich Himmler errichtet und wurde von Rudolf Höss geleitet. Auschwitz ist nebst den Ausmassen der Massenmorde auch für seine Brutalität berüchtigt. Es gab drei Auschwitzlager, das Stammlager (Auschwitz I), das Vernichtungslager Birkenau (Auschwitz II) und das Arbeitslager Monowitz (Auschwitz III), sowie etwa 50 weitere. Viele kamen aus dem Lager/Ghetto Theresienstadt, welches für Frauen und Kinder unter 14 Jahren war, und so auch unter dem Namen ‘Familienlager Theresienstadt’ bekannt wurde. Auschwitz war von 1940 bis zum 27 Januar 1945, bis zur Befreiung durch die Rote Armee, in Betrieb. Kurz vor der Befreiung wurden etwa 30'000 Menschen aus dem Lager evakuiert in Richtung Reichsmitte (auch ‘Todesmärsche’ genannt), und große Teile der Konzentrationslager wurden in Brand gesteckt. Fast alle nach Westen Getriebene starben am Versuch, zuweilen sie an Hunger, Kälte und Erschöpfung litten, manche aber wurden aus Versehen von der Luftwaffe der Alliierten erschossen.

Kulmhof

In Kulmhof wurden etwas mehr als 163'000 Menschen getötet. Der erste Lagerkommandant war Herbert Lange, welcher an den Ermordungen von Behinderten beteiligt war. Lange wurde von Hans Bothmann abgelöst. Kulmhof kam durch die Zusammenarbeit von regionalen Beamten und der SS zustande. In Kulmhof stand eine verschrobene Methodik zur Ermordung an der Tagesordnung. Indem man den Opfern zuerst weismachte, dass sie nur entlaust und gebadet werden würden. In falscher Hoffnung wurden sie anschließend in Gaswagen gepfercht, und mit dessen Abgasen zum Erstickungstod gebracht. Daraufhin fuhr der Gaswagen mit den Leichen beladen zur derer Beseitigung zu Massengräbern. Im Jahre 1942 wurden Anstellungen betrieben, Spuren zu verwischen, indem man die Leichen der ehemaligen Internierten verbrannte und anschließend deren Knochen zermalmte.

Belzec

In Belzec wurden nach Zahlen der SS 434'508 Menschen getötet. Der Lagerkommandeur war SS-Hauptsturmführer Christian Wirth, der auch führend an der Euthanasie Aktion T-4 beteiligt war. Nach Wirths Beförderung zum Inspektor der Aktion Reinhardt wurde Gottlieb Hering zum neuen Lagerkommandeur. Hering war auch an dem Euthanasie Projekt beteiligt. Belzec war bis zum 1 November 1941 ein Arbeitslager, wurde dann aber zu einem Vernichtungslager umfunktioniert. Belzec war das erste der drei Vernichtungslager im Rahmen der ‘Aktion Reinhardt’, die anderen zwei Lager waren Sobibor und Treblinka. Die Aktion Reinhardt war eine Operation zur systematischen Ermordung aller Juden und Roma im Gebiet des Generalgouvernements. Die Aktion Reinhardt war Teil der ‘Endlösung’ sie wurde an der Wannseekonferenz beschlossen. Die Aktion Reinhardt tötete innerhalb von 16 Monaten etwa 1,6 bis 1,8 Millionen Juden und 500'000 Roma.

Sobibor

In Sobibor wurden bis zu 250'000 Juden in Gaskammern getötet. Der Lagerkommandant Franz Stangl war nach eigenen Angaben Teil der T-4 Aktion. Sobibor besaß drei Lager, im Lager I waren die Kommandantenvilla, das Waffenarsenal, die Versorgungseinrichtungen und die Unterkünfte. Im abgeschirmten Lager II, waren Ställe und Anbauflächen. Im Lager III waren die Gaskammern. Das Sobibor Vernichtungslager besaß 3 ältere Gaskammern die 16 Quadratmeter umfassten, und sechs neue in gleichen Maßen. In Sobibor gab es am 14 Oktober 1943 einen Aufstand, bei dem 100 Menschen entkamen. Alle im Lager zurück gebliebenen wurden gnadenlos erschossen. Als das Lager geschlossen wurde, wurde die Erde geglättet, ein Wald angepflanzt und ein Bauernhof gebaut.

Treblinka

In Treblinka wurden geschätzt 1 Mio. Menschen getötet. Der Lagerkommandant war Irmfied Erberl, welcher später von Kurt Franz abgelöst, beide waren Teil der T-4 Aktion. Ab Oktober 1942 hatte Treblinka 13 Gaskammern und konnte so 20 Eisenbahnwaggons voll Menschen gleichzeitig ermorden. Am 2 August 1943 fand ein Aufstand in Treblinka statt, es gelang zwischen 200 und 250 Menschen die Flucht. Nach einem Aufstand in Sobibor wurden noch zwei Transporter voll in den Gaskammern getötet, zu je 4'000 Häftlingen, danach wurde das KZ Treblinka abgebaut. Zuzeiten mussten die Häftlinge die Leichen der ehemaligen Häftlinge ohne jegliche Hilfsmittel zu dem „Dentistenkommando“ schleppen. Dort wurde den Leichen der Kiefer aufgebrochen, in der Hoffnung wertvolle Gegenstände wie Goldzähne oder auch anderen Schmuck zu finden.

Majdanek

In Majdanek wurden etwa 78'000 Menschen getötet, darunter 59'000 Juden. Heute ist man sich nicht sicher, ob Majdanek in die Endlösung miteinbezogen wurde. Im Vernichtungslager Majdanek, von der Zeit im Frühjahr 1943 bis Herbst 1943, kamen die meisten Menschen wegen Zwangsarbeit, Entkräftigung und schlechter Behandlung um. Majdanek hatte fünf verschiedene Kommandanten innerhalb von drei Jahren, der erste war Karl Otto Koch vom September 1941 bis August 1942. Der Zweite war Max Kögel vom August 1942 bis November 1942. Der Dritte war Hermann Florstedt vom November 1942 bis Oktober 1943. Der Vierte war Martin Gottfried Weiss vom November 1943 bis Mai 1944. Der Fünfte und letzte war Arthur Leibenhenschel vom Mai 1944 bis Juli 1944. Drei dieser Kommandanten waren wegen Veruntreuung und Unterschlagung vorbestraft. Koch wurde wegen Anschuldigungen seitens Himmlers, in Sachen Korruption, auf dessen Befehl hin hingerichtet. Über Majdanek ist man sich über die Art der Tötung unschlüssig, wegen dürftiger Quellen. Die Spekulation reichen von Kohlenstoffmonoxid aus Stahlflaschen, bis zu Zyklon B, welche zur Tötung von Menschen eingesetzt wurden.

Bilder

Bilder der Konzentrationslager

Auschwitz-Birkenau

Arbeit macht frei.

"Kaum eine andere Institution steht symbolisch und tatsächlich so deutlich für den menschenverachtenden Terror der Nazis, wie das engmaschige Netz aus Konzentrations- und Vernichtungslager."

Auschwitz-Birkenau

Einfahrt.

"Blick von der Zugrampe innen auf die Haupteinfahrt des KZ Auschwitz-Birkenau, 27. Januar 1945"

Lagerappell

KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Häftlinge beim Lagerappell, SS-Foto, zwischen 1942 und 1944 (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Sammlungen, Sammlung Claude García)

Der Schock danach

Kriegsende 1945

"Mit der Befreiung der Konzentrationslager sahen amerikanische, britische oder russische Soldaten zum ersten Mal mit eigenen Augen das ganze Ausmaß der Nazi-Gräuel. "

Auschwitz

25.08.2018

"Der Inbegriff des Grauens: Das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz"

Dachau

Krematorium

"Ein Krematorium im Konzentrationslager Dachau.

Gesamtzahlen jüdischer Opfer

Die Herkunftsländer der ermordeten Juden

Eugenik

Wie Sozialdarwinismus und Rassenhygiene zur Euthanasie führten.

Die Theorie, dass die darwinsche Lehre der Evolution und der natürlichen Selektion sich beliebig auf soziokulturelle Gesellschaftsgruppen übertragen lässt. Demnach seien manche „Rassen“ superior, da ihr Erbgut der anderen überlegen ist. Die Hypothese widerspiegelt weder das Grundprinzip der Evolution noch das Menschenbild Darwins.

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Sozialdarwinismus Nürnberger-Gesetze

Der Glaube, dass der Übermensch, vor Untermenschen befreit, und letztere ausgemerzt werden sollen. Der wahre Arier als reiner Körper, welcher von parasitärem Ungeziefer befallen wird. In dem NS-Regime zeichnete sich das durch Eheverbote, Zwangssterilisationen bei verschiedenen Krankheitsbildern und Bevölkerungsgruppen und durch Zwangsabtreibungen ab.

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Rassenhygiene Fortpflanzung hier: Jude/Arier

Eugenik ist der Glaube, dass der ausgehebelten natürlichen Selektion nachgeholfen werden muss. Der Genpool wird gesäubert, „gute“ Erbanlagen gefördert und „schlechte“ ausgerottet. Sie gilt als ursprüngliche Rechtfertigung, der im damaligen Deutschland prävalenten Erscheinungsform „Euthanasie".

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Eugenik Stammbaum

Ideologie

Die nationalsozialistische Ideologie

Die Ideologie der Nazis basiert auf einen totalitären Staat. Der Staat dringt in jeden Lebensabschnitt des Bürgers ein, und sorgt so für dessen Instrumentalisierung. Diese wird schon früh angesetzt, wie sich auch in der Hitlerjugend gezeigt hat, in denen die Jungen zu einem Kollektiv verschmelzen. Somit werden die freie Meinungsäusserung und die Individualität vernichtet und die volle Gefügigkeit erreicht. Wegen dem militaristischen Grundaufbau der NSDAP, hat diese schon früh angefangen Schläger zu trainieren, zur Ausübung von Strassengewalt und Einschüchterung politischer Gegner. In ihr herrscht eine klare Ordnung, eine Hierarchie aus Untergebenen und Übergeordneten. Zu der Zeit der Weimarer Republik war die Propaganda meist auf die Versailler Vertragsrevision gerichtet, denn dieser Vertrag wurde als ‘Schmach von Versailles’ gehandelt. Hitler unterlief das Völkerrecht zuerst, und brach es dann. Ein paar Nationalsozialisten, darunter auch Heinrich Himmler, verherrlichten den Bauernstand und planten im Osten das Land mit ‘Wehrbauern’ zu besiedeln (Wehrbauern sind Bauer, die auch Soldaten sind). Das Prinzip der Herrenrasse steht im Zentrum. Sie erlaubte den Nationalsozialisten die Repressalien und ungeheure Taten, die sie vollbrachten, zu rechtfertigen. Für die Nationalsozialisten waren Männer tapfere Soldaten, weibliche Werte wurden als Feigheit und Niederträchtigkeit verschmäht, und Frauen als Gebärmaschinen abgetan. Mit den Nürnberger Gesetzen wurde die Ideologie der Nationalsozialisten in die Praxis umgesetzt, die reale Manifestation. Mit dem Blutschutzgesetz wurden Juden und Nichtjuden einwandfrei unterschieden und dementsprechend behandelt. Es gab auch Gesetze die vorschrieben, dass Juden keine Dienstmädchen unter 45 Jahren haben durften, mit der Begründung, dass sich die Juden sonst an ihnen vergreifen. Mit den 6 Artikeln des Blutschutzgesetzes wurden alle Ehen verboten, die das Blut verunreinigen könnten. Später kam es wegen dem Bündnis mit den Japanern zu einem kleinen Debakel. Gerhard Wagner wollte auch Zwangsscheidungen für ‘Mischehen’ und ein Heiratsverbot für Vierteljuden einführen, dies kam nicht zustande. Mit dem Reichsbürgergesetz wurde die Einteilung auf die Gesinnung erweitert, das vollständige Recht erhielt man nur, wenn man arischen Blutes war, oder zumindest entfernte Verwandte mit arischem Blut hatte. Aber eben auch ob man gewillt war, die Ansichten der Nazis zu teilen und diese in die Tat umzusetzen, also dem Vaterland zu dienen. Den Anspruch auf diese Rechte bekam man durch den Reichsbürgerbrief verliehen. Das Reichsflaggengesetz setzte die Hakenkreuzflagge als die Nationalflagge fest, zudem durfte der Reichsminister des Inneren Weisungen erlassen, welche Nichtariern den Gebrauch der Reichsflagge untersagte. Die Nürnberger Gesetze wurden von der Bevölkerung größtenteils mit Genugtuung aufgenommen. Das Überlegenheitsgefühl und der Glaube, die Unterlegenen seien parasitär, führte letzten Endes zur Euthanasie. Die Euthanasie bezeichnet die systematische Ermordung von Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen. Diese wurde in der Aktion T4 in die Tat umgesetzt. Unten sind die größten Tötungsanstalten, die in der Aktion T4 zum Zuge kamen aufgelistet.

Aktion T4

Die systematische Ermordung von Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen

Grafeneck (A)

Die Tötungsanstalt Grafeneck wurde von Horst Schumann, dem ärztlichem Direktor, von Januar 1940 bis Juni 1940 geleitet. In Grafeneck wurden 10'645 kranke Menschen systematisch ermordet. In Grafeneck wurden die Patienten in einen Duschraum gesperrt, wo dann durch einen Anstaltsarzt Kohlenmonoxid eingelassen wurde. Die Patienten starben nach 20 bis 30 Minuten, je nach Durchhaltevermögen und Körperbau.

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